Marktgemeinde Wallern
Hauptstraße 4
7151 Wallern
im Burgenland

Tel. 02174/2200
Fax DW 22006
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1709    

Im Kuruzzenkrieg hat der Ort wieder zu leiden. Daran erinnert ein alter Wall etwa 1500 m nordwestlich der Siedlung. Damals war das Dorf von zwei Wällen umgeben. Am 14. Jänner 1709 verteidigten die Bewohner zusammen mit Dragonern des Prinzen Eugen die Gemeinde, doch musste der Ort aufgegeben werden. Der Kuruzzengeneral Graf Anton Esterházy berichtet an General Bercsényi u. a.: „ . . Ich aber zog laut Eurem Befehl mit einigen wenigen Kriegern sofort nach Nyulas (Jois). Unweit von Pomogy (Pamhagen) stieß ich in einer Balla (Wallern) genannten Ortschaft auf einen doppelten Wall. Nach meiner Schätzung dürften hinter den Wällen ca. 300 Mann Fußsoldaten und ebenso viele Reiter gewesen sein. Am 14. Jänner fing ich mit der Beschießung und der Stürmung der Wälle an. Durch Gottes Gnade gelang es uns zwischen sechs und sieben Uhr abends ganz unerwartet, den äußeren Wall zu erobern. Der Feind war gezwungen mit den aufgebotenen Bauern sich hinter den inneren Wall zurückzuziehen. Die ungünstige Witterung, die finstere stürmische Nacht haben mein Vorhaben verhindert, auch den zweiten Wall zu stürmen. Der überraschte Feind ließ in seiner Kopflosigkeit im äußeren Wall seine Dragonerpferde und viel Kriegsmaterial zurück. Am anderen Morgen wollte ich mein Vorgehen fortsetzen, doch hat sich der Feind, seine Festung in Stich lassend, nach ungarisch-Altenburg zurückgezogen.“

1730    

wird unter dem Richter Georg Graisy die erste Kirche errichtet (13 m lang und 5,5 m breit). Diese Kirche hat noch keinen Turm.

1734     

mit dem Vertrag vom 31.5.1734 wird Wallern selbstständige Pfarre. Zuvor ist Wallern eine Filiale von Pamhagen.

1760     

wird die Kirche auf 17 m erweitert und ein Turm errichtet.

1784     

wird der Glockenturm auf dem Hauptplatz errichtet. In einer Aufzeichnung heißt es: „Der Turm, mitten in der Gemeinde wurde im Jahre 1784 aus Mitteln der Gemeinde unter dem Richter Johann Unger errichtet.“ Im selben Jahre wurde auch eine große Glocke von den Wohltätern Johann Stadler, Georg Koppy, Paul Lang und Johann Koppy gespendet. Nach Aussagen älterer Leute ist die Errichtung des Glockenturmes darauf zurückzuführen, dass die erste Kirche keinen Turm hatte und man deshalb mitten in der Gemeinde für die Glocken einen einfachen Holzturm aufstellte. An den Glockenturm angebaut befand sich ein Spritzenhaus, welches ein Löschgerät enthielt. Vom Turm gegen Tadten zu war mitten im Dorfe ein großer Teich, der bei den Löscharbeiten bei dem Großfeuer im Jahre 1881 sehr gute Dienste leistete.